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Statements


Bilder von Gunter Langer bei Meisterdrucke.de Kaufen

Gunter Langer, Weiblicher Akt, sitzend, Bleistiftzeichnung
Gunter Langer, Weiblicher Akt, kniend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Frau, liegend, Zeichnung
Gunter Langer, Akt Paar, stehend, Acryl Malerei
Gunter Langer, Porträt Frau, sitzend, Acryl Malerei
Gunter Langer, Akt Frau, sitzend, Bleistiftzeichnung
Gunter Langer, Akt Frau, sitzend, Bleistiftzeichnung
Gunter Langer, Porträt Frau, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Frau, liegend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Weiblicher Akt, liegend, Gouache Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Akt Frau, hockend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Akt Frau, stehend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Frau, sitzend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Frau, sitzend, Acryl Malerei
Gunter Langer, Weiblicher Akt, sitzend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Frau, sitzend, Acryl Wasserfarbe Bleistift

https://www.meisterdrucke.de/künstler/Gunter-Langer.html

Bereits als Kind und in seinem weiteren Leben hat die Darstellung des Menschen Gunter Langer begeistert. Emotionen in Linien zu übersetzen hat ihn fasziniert. Er begann mit Portraits und entdeckte später, dass der menschliche Körper ebenfalls Emotionen und Ausdruckskraft entwickeln kann. Um Bildkompositionen zu finden arbeitet Gunter Langer intensiv mit Menschen zusammen.

Sein Anspruch ist das Bildnis aus wenigen Linien aufzubauen, die nur einmal gezogen werden und dabei im einmaligen Prozess des Ziehens, den Linien Ausdruckskraft zu geben. Das ist der komplexe Prozess einer Abstraktion der Realität und die anschließende Transformation in einen einzigen Linienzug.

2007 kam Farbe dazu. In den Farbkompositionen seiner Vorbilder, wie Van Gogh, Klimt oder Beckmann, und in der Farbenlehre hat er seine Ziele ausgemacht.

Im zeichnerischen ist der Anspruch, mit einzelnen freistehenden Linien die untereinander korrespondieren und eine Harmonie besitzen mehr Ausdruckskraft zu erzeugen als es ein Foto kann. Der Farbauftrag soll das noch steigern. Für Gunter Langer ist das nicht die einfache Nachahmung der Natur, auch nicht das alleinige expressive Umwandeln der Natur in grobe Formen und Farben, sondern das Schaffen einer zusätzlichen Abstraktion der Emotionen mit deren Umsetzung die Ausdruckskraft tiefgreifend gesteigert wird. Winzige Biegungen in Konturen, Linien und Pinselstrichen bewirken diese emotionale Wirkung.


Zeichnen auf großem Format - eine Herausforderung

Gunter Langer, Paar, kniend, Kohlezeichnung
Gunter Langer, Frau, kniend, Kohlezeichnung
Gunter Langer, sitzend, Kohlezeichnung
Gunter Langer, Weiblicher Akt, kniend, Gouache Wasserfarbe Kohle
Gunter Langer, Frau, sitzend, Kohlezeichnung
Gunter Langer, Frau, sitzend, Kohlezeichnung

Das Zeichenbrett auf dem das Papier aufgelegt war, hatte eine Höhe von 110 cm. Gunter Langer konnte es nicht wie üblich frei im Sitzen halten, sondern musste es auf eine kleine Fußbank aufsetzen und mit der linken Hand halten. Jede Linie zeichnete er ohne abzusetzen, Auslassungen gab es nur bei Überschneidungen.


Farbkontrast: "Komplementäre Entropie der Farbe"

Gunter Langer, Akt Frau, sitzend, Acryl Malerei
Gunter Langer, Porträt Frau, sitzend, Acryl Malerei
Gunter Langer, Akt Paar, stehend, Acryl Malerei
Gunter Langer, Akt Paar, stehend, Acryl Malerei

Gunter Langer entwickelte einen neuen Farbkontrast, er ist unserem Alltag entnommen: im Supermarkt steht eine Verkäuferin im blaugrauen Kittel vor einem schreiend bunten Warenregal. Ein schönes Gesicht auf der Titelseite einer Zeitschrift kann ähnlich wirken, wenn es in bunter Werbung eingebettet ist.
Der Hintergrund besteht aus Farbflächen mit hoher Farbsättigung. Im Vordergrund sind komplementäre Farben vorhanden die weitestgehend durchmischt sind, so dass farbiges Grau entsteht.
Der Kontrast ist enorm bei dieser „Komplementäre Farbentropie“.


Enigmatischer Realismus

Gunter Langer, Frau, sitzend, Acryl Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Akt Frau, sitzend, Acryl Wasserfarbe Bleistift

Gunter Langer sieht sich philosophisch dem Konzept des sog. “Enigmatischen Realismus” verbunden.
Bilder sind physisch, materiell, das heisst „real“ (daher Realismus). Sie müssen aber von jedem Einzelnen nicht nur sinnlich, sondern auch ideell subjektiv erfahren werden, ansonsten sind sie für den Betrachter kein Kunsterlebnis, kein enigmatischer Realismus. Denn in diesem zweiten Aspekt jeder Kunstwerk-Erfahrung steckt die Erwartung des Besonderen und Außergewöhnlichen, etwas Ideales. Das Ideale verbindet sich mit der Wahrnehmung einer ausgesuchten Ästhetik, mit der Freude am Sinnlichen, aber läßt eben auch Raum für Ideen und etwas Rätselhaftes, das sich nie mit Worten wiedergeben läßt. Etwas bleibt für den Betrachter „enigmatisch“.

Christine Kunkler, LDX Artodrome Galerie

https://artodrome.de/
Galeriephilosophie


Gunter Langer – Maler und Grafiker

Er ist einer der wenigen, die noch zeichnen können. Und die Art, wie er den Stift führt, sucht ihresgleichen. Üblicherweise tasten sich Künstler beim Zeichnen mit vorsichtigen, kurzen Strichen an die optimale Linienführung heran. So wird es auch gelehrt. Gunter Langer arbeitet vollkommen anders. Er zieht seine Linien kräftig durch ohne abzusetzen, formt sie mit einem außergewöhnlichen Gespür für die Gestalt und den Ausdruck seines Motivs. Solcherart gezogene Linien können auch misslingen. Anfangs hat er dann das Blatt weggeworfen. Kompromisslos. Korrigieren kam nicht in Frage. Die Konsequenz dieser harten Haltung ist, dass viele gelungene Ansätze verlorengehen. Darum ist Gunter Langer inzwischen dazu übergegangen, bestimmte Arbeiten zu retten. Wenn er mit einer kleinen Korrektur zur gewünschten Gestalt kommen kann, dann legt er noch einmal Hand an. Er weiß: Kreativität ist ein Geschenk, mit dem man sorgsam umgehen muss. Denn an manchen Tagen läuft es überhaupt nicht und es ist wie verhext. Kaum eine Linie will gelingen. Aber selbst dann wirft er nicht gleich alles weg. Was nicht zu retten ist, legt er sich als warnendes Beispiel hin und versucht es auf Neue. Aber es gibt auch die guten Tage. Dann entstehen Arbeiten, die mit wenigen Linien eine große Ausdruckskraft entfalten. Was er dann mit scheinbarer Leichtigkeit in minutenschnelle aufs Papier zaubert, ist das Ergebnis jahrelanger Übung und eines außergewöhnlichen Talents.

Jürgen Magister


Das Hegenbarth-Gen

Gunter Langer, Karikatur, Gouache Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Karikatur, stehend, Gouache Wasserfarbe Bleistift

„Deine Geschicklichkeit hast du von den Hegenbarths.“ Langer, der entfernt verwandt ist mit dem Maler Josef Hegenbarth, hat diesen Satz oft in seiner Kindheit gehört. Seine Großmutter, die nicht aus der Linie des Altmeisters stammte, lobte ihn so, wenn sie ihn beim Zeichnen beobachtete. Gunter Langer wusste damals nicht, was sie damit meinte. Später wurde es ihm klar, denn in der Verwandtschaft wird erzählt, dass Josef Hegenbarth auch außerhalb des Ateliers immerzu mit einem Zeichenstift hantierte. Er hatte die Gewohnheit, auf sämtliche verfügbaren Zeitungsränder mit wenigen raschen Linien lebendige Tierfiguren zu zaubern. Es war jene Art zu zeichnen, die auch Gunter Langer intuitiv für sich entdeckte hatte. Ohne sein „Hegenbarth-Gen“ wäre er nie so weit gekommen, glaubt der Künstler.
Der Rest ist Arbeit. Die Fähigkeit, mit einem Zug die richtige Linie zu treffen, erfordert ständiges Training, sonst verschwindet sie. Langer vergleicht sich mit Musikern, die täglich üben müssen, wenn sie ihre Virtuosität erhalten wollen. Und er zitiert den weltberühmten Geiger Igor Oistrach, Sohn und Schüler des legendären David Oistrach: „Wenn ich einen Tag nicht übe, bemerkt es mein Vater. Wenn ich zwei Tage nicht übe, bemerke ich es selbst. Und wenn ich eine Woche lang nicht übe, bemerkt es das Publikum.“ Damit er vor dem Publikum und vor allem vor sich selbst bestehen kann, bekritzelt Gunter Langer viel Papier, wenn es sein muss auch Zeitungsränder…

Jürgen Magister


Farben - eine neue Dimension

Gunter Langer, Porträt Frau, Gouache Wasserfarbe Bleistift
Gunter Langer, Akt Frau, stehend, Gouache Wasserfarbe Bleistift

Gunter Langer hat den Einsatz von Farben lange gescheut. Als er 2007 damit begann, war er längst ein gestandener Grafiker. Die Geheimnisse des neuen Mediums, seine unendlichen Möglichkeiten zogen ihn rasch in ihren Bann. Seitdem erforscht er mit leidenschaftlicher Neugier das Zusammenspiel der Farben. Dabei holt er sich Anregungen aus allen Epochen der Malerei. Goya zum Beispiel hat es ihm angetan. „Allein wie der Altmeister Hauttöne gemalt hat, das ist heute noch faszinierend und äußerst lehrreich." Er holt die längst vergessene Farbkompositionslehre der Dresdner Schule wieder ans Tageslicht, experimentiert mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien. Langer sucht permanent nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, will immer wieder überraschen. „Mein Ziel ist nicht, einen Personalstil zu entwickeln. Ich glaube, das bedeutet Stillstand“, bekennt er. So fügt er seinem grafischen Talent immer neue Dimensionen hinzu

Jürgen Magister


Sophie

Gunter Langer, Porträt Frau, Acryl Malerei

„Sophie“ - eine der ersten farbigen Arbeiten Gunter Langers in Acryl. An diesem Porträt aus dem Jahre 2010 hängt das Herz des Künstlers besonders. Als sich eines Tages während einer Ausstellung ein Kaufinteressent meldete, lehnte er einen Verkauf spontan ab. Er wollte das Bild nicht hergeben. Doch der Kunde, ein New Yorker Kunstliebhaber, ließ nicht locker. Nachdem Gunter Langer schweren Herzens in den Verkauf eingewilligt hatte, lud ihn der Sammler ein, ihn in New York zu besuchen. Was der Künstler dort sah, tröstete ihn über den Verlust hinweg, denn er fand seine „Sophie“ in bester Gesellschaft - neben Werken von Picasso, Kokoschka und Feininger.

Jürgen Magister


Stilles Wesen – Verwandlung im Schwarzlicht

Gunter Langer, Akt Frau, stehend, Fluoreszierende nachleuchtende Acrylmalerei

„Dieser Akt war anfangs ein Horrortrip“, erinnert sich Gunter Langer. Er hatte die Idee, ein Bild zu malen, das dreifach bestehen kann: bei Tageslicht, unter UV-Licht und beim Nachleuchten in völliger Dunkelheit. Das Problem ist, dass sich die Farben mit dem Licht ändern. Titanweiß zum Beispiel wird unter UV-Licht schwarz. Das heißt, weiß gemalte Aufhellungen, die dem Bild bei Tageslicht Leuchtkraft geben, werden unter UV-Licht zu hässlichen schwarzen Flecken. Korrigierte Langer nun das Bild unter UV-Licht, verdarb er damit das Tageslichtbild. Und korrigierte er wiederum dies, zerstörte er damit erneut das UV-Bild. „Was schief gehen konnte, ging schief. Und es wurde immer schlimmer, bis ich geschnallt habe, wie es geht.“ Jetzt ist das Werk nicht nur ein attraktiver weiblicher Akt. Auch seine technische Präsentation unter wechselndem Licht ist in Ausstellungen ein Highlight

Jürgen Magister


Morgentau

Gunter Langer, Akt Frau, stehend, Gouache

„Morgentau“ ist für eine Ausstellung unter dem Titel „Der Reiz der Grazien“ entstanden. Der Kurator wünschte sich große Formate. Eine neue Herausforderung für Gunter Langer, denn mit der Größe des Bildes steigt die Schwierigkeit seiner besonderen Technik, Linien in einem einzigen Zuge auszuformen. Der Umstieg auf ein großes Format war für ihn wie die Aufforderung an einen Geiger, nun plötzlich Kontrabass zu spielen. Gunter Langer ging das Wagnis ein. Das Ergebnis überzeugt. Mit der ihm eigenen raumgreifenden Linienführung ist ihm der Akt einer selbstbewussten Frau von prickelnder Erotik gelungen. Die Wirkung verstärkt der Künstler durch den Einsatz von Gouachefarben. Sie hauchen der Figur Leben ein und verleihen dem Werk eine dreidimensionale Tiefe.

Jürgen Magister


Zeichnen im Großformat – eine künstlerische Herausforderung

Gunter Langer, Akt Frau, sitzend, Gouache Wasserfarbe Bleistift

Für großformatige Gemälde gibt es viele berühmte Beispiele: Die „Sixtinische Madonna“ von Raffael, das „Kriegstryptichon“ von Otto Dix oder „Guernica“ von Pablo Picasso. Zeichnungen aber sind selten größer als etwa A3-Format.
Das Problem ist die Perspektive. Der Abstand des Grafikers zum Blatt ist beim Zeichnen durch seine Armlänge begrenzt. Je größer das Format, umso schwieriger ist es, das Blatt zu überblicken. „Man kann die Proportionen des Motivs nicht mehr mit einem Blick erfassen. Es ist schwer, die Formen in den richtigen Zusammenhang zu bringen“, sagt Gunter Langer.
Dennoch arbeitet er schon seit 2007 an Grafiken, die etwa A2 Format haben und neuerdings zeichnet er sogar Blätter in A1-Größe. Er könnte es sich leichtmachen und auf die gebräuchlichen Hilfsmittel zurückgreifen, die Künstler vor allem für großformatige Gemälde nutzen: Sie zeichnen ihr Motiv zuerst im kleinen Format und übertragen es dann in eine größere Dimension. Dazu werden teils Gitterlinien zu Hilfe genommen, heutzutage wird das Motiv meist auf die Leinwand projiziert und nachgezeichnet.
Das lehnt Gunter Langer für Grafiken ab. „Lebendig wird eine Zeichnung nur, wenn man die Linien frei zieht, wenn man dabei seiner Eingebung folgt. Zieht man nur Konturen nach, ist man darin gefangen. Die Linien sind tot und letztlich die gesamte Zeichnung.“ Daher stellt sich Gunter Langer der Herausforderung, sein Motiv auch auf einem großen Blatt freihändig zu gestalten.

Jürgen Magister